Höhere Beiträge für Frauen vollkommen unproblematisch?

01. September 2010

Die Bundesregierung hat eine Frauen gegenüber eher problematische Einstellung hinsichtlich der Versicherungsbeiträge. Sie sieht die verschiedenen Versicherungsprämien für Frauen und Männer in der privaten Krankenversicherung (PKV) als gerechtfertigt an und betrachtet diese nicht als Ungleichbehandlung im Sinne des Grundgesetzes. Diese Ansicht ergab sich aus einer Stellungnahme der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke.
Es gibt aus diesem Grund in der PKV auch keine Notwendigkeit für Unisex-Tarife, wie sie bei der Riester-Rente existiert. Eine unterschiedliche Gestaltung von Versicherungstarifen, die sich an dem Merkmal des Geschlechts orientiert, ist sogar nach europäischem und deutschem Recht zulässig. In ihrer Anfrage hatte die Fraktion Die Linke insbesondere betont, dass für jüngere Frauen die PKV-Prämien um über 20 Prozent kostenintensiver sind als für Männer des gleichen Alters. Kosten der Schwangerschaft dürften dabei auf keinen Fall zu verschiedenen Beiträgen führen, wie es in der Anfrage weiter lautet. Aus neuesten Untersuchungen geht aber hervor, „dass die Aufwendungen in bestimmten Fällen höher liegen als bei Männern“. Sofern derartige Differenzen feststünden, sei die unterschiedliche Prämienhöhe nicht willkürlich, sondern gerechtfertigt. Außerdem werde die Prämienkalkulation der PKV stets überprüft.
Angaben der Bundesregierung zufolge sind nur 2,73 Millionen Frauen in der PKV vollversichert, wohingegen es immerhin 4,5 Millionen Männer und 1,6 Millionen Kinder sind. Der kleinere Frauenanteil ist vermutlich so zu erklären, „dass Arbeitnehmerinnen im Durchschnitt ein geringeres Einkommen haben und deshalb seltener die Versicherungspflichtgrenze überschreiten“. Dadurch wird die PKV nur in geringem Umfang mit Schwangerschaftskosten belastet: Lediglich 76.000 der 682.514 Geburten des Jahres 2008 fielen auf die PKV zurück.

GKV-Verluste durch Umstellung

30. August 2010

Durch den Gesetzesentwurf des Gesundheitsministeriums zur Vereinfachung des Wechsels von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung werden Einbußen für die GKV in Höhe von 200 Millionen Euro entstehen. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse ist diese Schätzung noch optimistischer als die Realität es wohl sein wird – die TKK geht vielmehr von Verlusten für die GKV in Höhe von 500 Millionen aus.

Nach Inhalt eines Gesetzesentwurfs sollen Angestellte schneller in die private Krankenversicherung wechseln können, wenn sie die derzeitige Versicherungspflichtgrenze von 49.950 Euro Bruttojahreseinkommen überschreiten. Bislang war es so, dass die Versicherungspflichtgrenze drei Jahre in Folge überschritten werden musste, bevor ein Wechsel möglich war. Diese Regelung war unter Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) beschlossen worden, um Gutverdiener und ihre entsprechend höheren Beiträge länger an die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) binden zu können. Die schwarz-gelbe Regierungskoalition möchte nun aber zur vorherigen Regelung zurückkehren, welche lediglich ein Jahr als Wartefrist vor dem Wechsel in die private Krankenversicherung bestimmt. In dem Gesetzesentwurf zur Verkürzung der Wartefrist wird von Einbußen für die gesetzliche Krankenversicherung in Höhe von 200 Millionen Euro ausgegangen, welche aus dem Wechsel von 30.000 gut verdienenden Versicherungsnehmern hervorgehen werden.

Die Techniker Krankenkasse äußert sich gegenüber den Verfassern des Gesetzentwurfes kritisch, da es geschönte Planzahlen seien. Nach ihren eigenen Berechnungen hält der TK-Vorstandchef Norbert Klusen Einbußen von einer halben Milliarde Euro und 110.000 wechselnde Versicherte für realistischer. Klusen sieht die Folgen für das gesamte System der gesetzlichen Krankenversicherung und die derzeit knapp 160 gesetzlichen Krankenkassen als problematisch an. Seiner Ansicht nach ist die Neuregelung überflüssig und sogar schädlich für das Solidarsystem. Die erst vor kurzem beschlossenen Einsparungen bei Medikamenten und zusätzlichen Einnahmen über Zusatzbeiträge würden auf diese Weise gleich wieder aufgezehrt. Außerdem bleibt es fraglich, inwieweit dieser Gesetzentwurf zur Stabilisierung der klammen Krankenkassen beitragen kann.

GKV oder PKV: Die Frage nach dem besseren Schutz stellt sich nicht

28. August 2010

Erstaunlicherweise stößt man immer wieder auf Blogeinträge, in denen sich Autoren die Frage stellen, ob es nun besser ist, sich für die gesetzliche oder die private Krankenversicherung zu entscheiden. Dabei kommt es häufig vor, dass sich die Autoren voll und ganz auf das Thema Leistungsumfang konzentrieren. Es wird also verglichen, wo man den besseren Versicherungsschutz erhält.

Wenn man den Sachverhalt jedoch einmal genau betrachtet, so müsste einem schnell klar werden, dass sich die Frage nach dem besseren Versicherungsschutz überhaupt nicht stellt. Dies liegt schon allein daran, dass die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) keine großen Wahlmöglichkeiten lässt. Letztlich wird der Leistungskatalog durch die Regierung vorgegeben. Angebotene Extras weisen nur geringe Unterschiede auf – und Wahltarife konnten sich nicht behaupten. Man denke nur an die Techniker Krankenkasse, die in der vergangenen Woche einen Rückzieher gemacht und ihren Wahltarif eingestellt hat.

Ganz anders sieht die Situation im Bereich der privaten Krankenversicherung (PKV) aus. Dort gibt es in der Tat Wahlmöglichkeiten – und zwar en Masse. Es fällt auch nicht schwer, einen Versicherungsschutz zu wählen, welcher den Schutz der GKV übertrifft. Verallgemeinert lässt sich sagen, dass die meisten Einsteigertarife eine Absicherung bieten, die ungefähr die Leistungen enthalten, die man auch bei der GKV erhält. Lediglich bei den ganz billigen PKV-Tarifen (die mit weniger als 100 Euro pro Monat ausgewiesen sind) gilt es aufzupassen: Dort könnte man womöglich sogar schlechter abschneiden.

Ansonsten ist der Versicherungsschutz deutlich umfangreicher bemessen und zugleich haben Kassenpatienten, die in die PKV wechseln möchten, die Möglichkeit, einen maßgeschneiderten Schutz zu erhalten.

Gesundheitsreform mit Veränderungen in PKV und GKV

26. August 2010

Die Koalition aus Union und FDP hat Medienberichten zufolge in verschiedenen Punkten der Gesundheitsreform Kompromisse schließen können. Unter anderem soll eine schnelle Rückkehr zur einjährigen Wechselfrist in die private Krankenversicherung (PKV), deutliche Einschränkung bei den Wahltarif-Angeboten und Strafgelder für säumige Zusatzbeitragszahler in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) durchgesetzt werden. So nimmt die Gesundheitsreform PKV-freundliche Züge an.
Aus Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) geht hervor, dass sich die Regierungskoalition darauf geeignet hat, die bereits mehrfach angekündigte „klare Trennung von Tarifangeboten der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung“ noch in das laufende Gesetzgebungsverfahren einzufügen. So sollen etwa die Tarife für Chefarztbehandlung und bessere Unterbringung im Krankenhaus lediglich noch von der PKV angeboten werden, während die GKV sich auf das Angebot von Wahltarifen in den Bereichen Kostenerstattung, Selbstbehalte und besondere medizinische Zusatzleistungen begrenzen soll. Aus einer Meldung der Financial Times Deutschland (FTD) geht zudem hervor, dass auch das Angebot von Auslandspolicen nach den Plänen der Koalition nur noch der PKV vorbehalten sein soll.

Diese Veränderungen würden jedoch die Kassen an einer schwachen Stelle treffen, schließlich ist in den vergangenen Jahren das Angebot an Wahltarifen deutlich ausgeweitet worden, „um gut verdienende, freiwillig Versicherte von einem Wechsel zur privaten Konkurrenz abzuhalten“, so die FTD. Außerdem soll im laufenden Gesetzgebungsverfahren auch die dreijährige Wechselfrist wieder auf ein Jahr verkürzt werden.
Aber auch für die GKV wird es Auswirkungen haben. Nach den Vorhaben der Koalition müssen säumige Zusatzbeitragszahler in Zukunft mit Bußgeldern rechnen, wie die FAZ weiter berichtet. Pläne, dass die Arbeitgeber die Strafgelder einziehen sollen, gibt es nicht mehr. Alternativ solle dies von den Krankenkassen getragen werden. Der Säumniszuschlag soll demzufolge mindestens 30 Euro, höchstens aber das Dreifache des Zusatzbeitrags kosten. Letztendlich soll es aber so sein, dass der ehrliche Beitragszahler nicht ausgenutzt werden soll, wie der parlamentarische Staatssekretär Daniel Bahr (FDP) den Medien gegenüber sagte.

Beratung der meisten Krankenkassen nur befriedigend

24. August 2010

Zunehmend mehr Kassenpatienten werden sich der Tatsache bewusst, dass es sich lohnen kann, die Krankenkasse zu wechseln. Denn noch nie zuvor haben so viele Kassenmitglieder die Krankenkasse gewechselt. Anlass ist der Zusatzbeitrag, der von einigen Kassen seit Beginn des Jahres erhoben wird: Viele Mitglieder sind darum bemüht, den Beitrag zu umgehen.

Weil das Interesse an den Krankenkassen so sehr gestiegen ist, hat sich Finanztest (der Finanzableger der Stiftung Warentest) erlaubt, die größten Krankenkassen genauer unter die Lupe zu nehmen und deren Beratungsleistung zu überprüfen. Die Ergebnisse des Tests fallen relativ verhalten aus: Eine schlechte Beratung lieferte zwar keine gesetzliche Krankenkasse ab, doch so richtig punkten konnten lediglich zwei Anbieter. Nur die AOK Plus und die Techniker Krankenkasse konnten in Sachen Beratung überzeugen und sich dadurch die Note „gut“ verdienen. Alle anderen Krankenkassen (insgesamt wurden 21 Krankenkassen getestet) konnten lediglich die Note „befriedigend“ erzielen.

Erschreckend ist vor allem die Tatsache, dass der Email-Service nicht überzeugen kann. Bei einigen Kassen haben sich die Servicemitarbeiter schwer damit getan, Kundenanfragen auf diesem Weg zu beantworten. Hier gibt es noch großes Verbesserungspotential: Jede 8. Email-Anfrage bliebt letztlich unbeantwortet.

Ob es den Krankenkassen gelingt, Defizite bei Beratung und Service auszubügeln, bleibt abzuwarten. Schon jetzt haben viele Kassen mit großen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, weshalb es beispielsweise nur bedingt möglich ist, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Gerade für das kommende Jahr rechnen viele Experten mit immer weiter wachsenden Finanzlöchern, weshalb sogar das Risiko besteht, dass Kassen bei ihrem Service sparen müssen und sich die Beratungsqualität womöglich verschlechtert.

Gesundheitswesen mit immens steigenden Kosten Teil II

22. August 2010

Wie bereits im vorangegangenen Artikel angesprochen, sind die Kosten im Gesundheitswesen in 2008 enorm gestiegen. Die meisten Kosten sind durch psychische Erkrankungen, Verhaltensstörungen, Demenz und Depressionen zustande gekommen. Für sie wurden 2008 ungefähr 28,7 Milliarden Euro aufgewendet. Damit sind diese Krankheiten schon auf Platz drei der Krankheitskostenrechnung. 2002 zählten noch Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems wie Arthrose zu den drittgrößten Kostenverursachern in der deutschen Volkswirtschaft. Diese Erkrankungen liegen nun mit ungefähr 28.5 Milliarden Euro auf dem vierten Platz der Krankheitskostenrechnung.

An erster Stelle der Rechnung des Statistischen Bundesamts lagen 2008 die Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit einer Gesamtsumme von 37 Milliarden Euro. Daran schließen sich die Krankheiten des Verdauungssystems mit Kosten von 34,8 Milliarden Euro an. An fünfter Stelle der Kostenrechnung stehen die Krebserkrankungen, die 2008 Kosten von mehr als 18,1 Milliarden Euro bewirkten. Ebenfalls stark zugenommen haben auch die Arzneimittelausgaben. 2008 kosteten die Medikamente die privaten Krankenversicherungen und gesetzlichen Krankenkassen noch knapp 43,2 Milliarden Euro. Derart sind die Kosten für Arzneimittel sogar noch mehr gestiegen als die Gesundheitsausgaben.

Den Löwenanteil der steigenden Kosten haben vor allem die gesetzlichen Krankenkassen zu tragen. Sie haben 2008 knapp 151,1 Milliarden Euro, also mehr als die Hälfte der Gesundheitsausgaben, gezahlt. Aber auch die Ausgaben der privaten Krankenversicherungen sind deutlich gestiegen. Diese mussten zwar nur für 9,5 Prozent der gesamten Krankheits- und Präventionskosten bezahlen – allerdings erhöhten sich die Gesamtausgaben der privaten Krankenversicherung von insgesamt 1,4 Milliarden Euro auf 24,9 Milliarden Euro.

Gesundheitswesen mit immens steigenden Kosten

20. August 2010

Die Kosten im deutschen Gesundheitswesen haben aktuell einen Höchststand erreicht. Angaben des Statistisches Bundesamts in Wiesbaden zufolge sind 2008 für die Gesundheit der Versicherten mehr als 263 Milliarden Euro ausgegeben worden. Das ist ein Plus von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Durchschnitt wurden für die Gesundheit jedes Versicherten 2008 etwa 3.210 Euro aufgewendet.
Sehr schnell sind laut Statistischem Bundesamt die Ausgaben für psychische Erkrankungen und Demenz angestiegen. 2008 haben diese Krankheiten Kosten von über 28 Milliarden Euro verursacht. Sie waren damit auf dem dritten Platz der sogenannten Krankheitskostenrechnung, welche Angaben darüber macht, wie stark die deutsche Volkswirtschaft durch gewisse Krankheiten belastet wird. Seit 2002 wird diese Rechnung alle zwei Jahre durch das Statistische Bundesamt durchgeführt.
Die steigenden Gesundheitsausgaben wirken sich vor allem auf die gesetzliche Krankenversicherung aus. Sie finanzierte mehr als die Hälfte der Krankheits- und Präventionskosten, während die private Krankenversicherung lediglich knapp 9,5 Prozent der Ausgaben trug.

Auch in Zukunft ist es sicher, dass die Kosten für die Gesundheit der Versicherten weiter ansteigen werden. Laut Statistischem Bundesamt sind die Kosten für Prävention, medizinische Heilbehandlungen, Rehabilitation und Pflege zwischen 2002 und 2008 um 16 Prozent auf eine Gesamtsumme von 254,3 Milliarden Euro gestiegen. Die Ausgaben für Schwangerschaften, Geburten und das anschließende Wochenbett sind dagegen von knapp 3,6 Milliarden Euro auf 3 Milliarden Euro gesunken. Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie im nächsten Blogeintrag.

Kosten für Arzneimittel ziehen weiterhin an

18. August 2010

Auf die gesetzliche Krankenversicherung kommen schwere Zeiten zu. Der Anstieg der Kosten scheint nicht zu bremsen zu sein. Eines der besten Beispiele ist die aktuelle Entwicklung der Kosten für Arzneimittel, welche das Gesundheitssystem finanziell stark belasten. Wie das „Ärzteblatt“ schreibt, sind die Kosten für Arzneimittel im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,5 Prozent gestiegen. Dies mag sich zunächst nicht sehr eindrucksvoll anhören, jedoch belaufen sich die Kosten auf satte 14,2 Mrd. Euro. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass Apothekenzuschüssen und Zwangsrabatte bereits zu einer Kostensenkung von einer halben Milliarde Euro geführt haben.

Gesundheitsexperten führen den Kostenanstieg auf zwei wesentliche Faktoren zurück. Da wäre zunächst einmal die Tatsache, dass der Anteil älterer Patienten fortlaufend zunimmt. Ältere Patienten benötigen eine umfassendere und somit auch kostspieligere Versorgung mit Medikamenten. Außerdem tragen Innovationen aus den Bereichen Medizintechnik und Pharmazie dazu bei, die Kosten weiter in die Höhe zu treiben.

Dieser Kostenanstieg verdeutlicht, mit welchen Problemen die gesetzliche Krankenversicherung zu kämpfen hat. Daher ist auch sehr deutlich abzusehen, dass die Krankenkassen in den kommenden Jahren dazu gezwungen sein werden, Zusatzbeiträge einzuführen oder zu erhöhen. Gleichzeitig wird der Gesetzgeber dazu gezwungen sein, die Beitragssätze zu steigern.

Wer einen guten und zugleich günstigen Versicherungsschutz sucht, kommt daher langfristig an der privaten Krankenversicherung nicht vorbei. Zwar haben die Versicherungsunternehmen ebenso mit einem Kostenanstieg zu kämpfen, jedoch tragen Rücklagenbildung und die Auswahl der Versicherungsnehmer dazu bei, den Anstieg der Kosten stärker zu begrenzen, weshalb die Versicherungsbeiträge längst nicht so stark anziehen werden, wie es in der gesetzlichen Krankenversicherung zu erwarten ist.

Gothaer mit gutem Krankenversicherungsangebot

16. August 2010

Zu der Produktpalette der Gothaer Krankenversicherung zählen nicht nur Vollversicherungen, sondern auch Beihilfe-Versicherungen, Versicherungen für Mediziner, Ergänzungsschutz, Tagegeldversicherung und Auslandsreiseschutz.
Im Gebiet der Vollversicherungen gibt es mit dem Tarif MediStart einen preiswerten Einsteigertarif und mit dem Tarif MediVita ein Baukastensystem, mit dem sich die Versicherung entsprechend der jeweiligen individuellen Bedürfnisse gestalten lässt. Zum Ergänzungsschutz der Gothaer Krankenversicherung gehören Ergänzungstarife zur ambulanten, zahnärztlichen und stationären Behandlung. Darüber hinaus gibt es einen Tarif zum Präventionsschutz und einen kompakten Ergänzungstarif. Die ambulante Ergänzungsversicherung trägt die Kosten bei Naturheilverfahren durch Ärzte, für Heilpraktikerbehandlungen und deckt Versorgungslücken des ambulanten Bereichs. Zusätzlich leistet sie für gesetzliche Zuzahlungen und Praxisgebühr. Zum Zahnergänzungsschutz gehören Leistungen für Zahnbehandlungen und Zahnprophylaxe, aber auch die Kostenübernahmen für Zahnreinigungen. Die Kosten für Zahnersatz werden ebenso übernommen.

Im stationären Bereich existieren Ergänzungstarife für die stationäre Behandlung nach einem Unfall, im Zwei-Bett-Zimmer oder im Ein-Bett-Zimmer mit Chefarztbehandlung. Angaben der Gothaer zufolge leistet der Tarif MediTop einen Zuschuss zu Brillen und Kontaktlinsen sowie Zahnbehandlungen. Auch beinhaltet er einen Auslandsreiseschutz und eine Krankenhaustagegeldversicherung. Der Präventionsschutz sorgt dafür, die Lücken im Vorsorgebereich zur gesetzlichen Versicherung zu schließen. Die Gothaer macht aktuell Werbung zum Beispiel mit einer ergänzenden Krebsvorsorge, einem Schilddrüsen-Check, einer Osteoporose-Vorsorge oder einer Grüner-Star-Vorsorge.

In puncto Beihilfeversicherungen gewährt die Gothaer einen Komfortschutz für Beamte und einen für Beamtenanwärter. Teil des Angebots sind freie Wahl des behandelnden Arztes oder Krankenhauses, Privatpatient bei Ärzten und Zahnärzten, Psychotherapie-Behandlung mit 30 Sitzungen jährlich und eine Kostenerstattung für Heilpraktiker. Bei den Mediziner-Versicherungen ist ein Komfortschutz für Ärzte und Zahnärzte vorhanden. Dieser Schutz umfasst nach Angaben der Gothaer Krankenversicherung die Behandlung als Privatpatient im ambulanten Bereich, freie Arzt- und Krankenhauswahl, volle Kostenerstattung für Heilpraktikerbehandlung sowie die Unterbringung im Ein- oder Zwei-Bett-Zimmer inklusive Chefarztbehandlung. Hinzu kommen die Übernahme der Kosten für Brillengläser, Kontaktlinsen und orthopädische Schuhe und der Krankenrücktransport aus dem Ausland. Den Versicherungsschutz können Kunden der Gothaer Krankenversicherung europaweit nutzen.

Was eine gute private Krankenversicherung ausmacht Teil II

14. August 2010

Bereits im letzten beitrag haben wir darüber berichtet, was eine gute PKV ausmacht. Dabei kann generell zwischen zwei Varianten unterschieden werden: Entweder entscheidet man sich für vergleichsweise niedrige Beiträge mit Selbstbehalt oder für höhere Prämien ohne Eigenanteil.
Für den exakten Vergleich beider Varianten wird der Selbstbehalt auf die Monatsprämie umgelegt. Unter Selbstbehalt versteht man im Versicherungswesen den Anteil, den der Versicherungsnehmer im Versicherungsfall selbst zu tragen hat (entweder jährlich oder pro Schadensfall). Er wird als absoluter oder prozentualer Anteil gesetzlich festgelegt oder vertraglich vereinbart. Nur darüber hinausgehende Summen werden von der Versicherung bezahlt. Dadurch kann die Versicherung mit einer günstigeren Prämie angeboten werden.

Ein weiteres Kriterium sind stabile Beiträge, die eine gute private Krankenversicherung kennzeichnen. Eine sehr wichtige Rolle bei der Suche nach einer guten privaten Krankenversicherung nimmt die Beitragsstabilität ein. Dabei wird der erwähnte Zehnjahres-Vergleich wesentlich. Er gibt Aufschluss darüber, wie sich Tarife im Alter entwickeln. Ein durchschnittliches Prämienwachstum von weniger als 2,5 Prozent im Jahr ist vorbildlich, weniger gute private Krankenversicherungen sind schnell bei der Zehn-Prozent-Hürde. Dann kann sich das günstige Angebot aus der Jugend im Alter zur bösen Falle werden, die finanzielle Probleme mit sich bringt. Ein Kassenwechsel ist dann auch keine Lösung, schließlich erwarten die Kunden bei Neueintritt im hohen Alter sehr hohe Beiträge. Als Gewinner im Privatsegment konnte bei den Männern die PIT Comfort Plus vom Deutschen Ring punkten. Für Frauen war eine Tarifkombination der Süddeutschen die beste Lösung.