Bereits im letzten beitrag haben wir darüber berichtet, was eine gute PKV ausmacht. Dabei kann generell zwischen zwei Varianten unterschieden werden: Entweder entscheidet man sich für vergleichsweise niedrige Beiträge mit Selbstbehalt oder für höhere Prämien ohne Eigenanteil.
Für den exakten Vergleich beider Varianten wird der Selbstbehalt auf die Monatsprämie umgelegt. Unter Selbstbehalt versteht man im Versicherungswesen den Anteil, den der Versicherungsnehmer im Versicherungsfall selbst zu tragen hat (entweder jährlich oder pro Schadensfall). Er wird als absoluter oder prozentualer Anteil gesetzlich festgelegt oder vertraglich vereinbart. Nur darüber hinausgehende Summen werden von der Versicherung bezahlt. Dadurch kann die Versicherung mit einer günstigeren Prämie angeboten werden.
Ein weiteres Kriterium sind stabile Beiträge, die eine gute private Krankenversicherung kennzeichnen. Eine sehr wichtige Rolle bei der Suche nach einer guten privaten Krankenversicherung nimmt die Beitragsstabilität ein. Dabei wird der erwähnte Zehnjahres-Vergleich wesentlich. Er gibt Aufschluss darüber, wie sich Tarife im Alter entwickeln. Ein durchschnittliches Prämienwachstum von weniger als 2,5 Prozent im Jahr ist vorbildlich, weniger gute private Krankenversicherungen sind schnell bei der Zehn-Prozent-Hürde. Dann kann sich das günstige Angebot aus der Jugend im Alter zur bösen Falle werden, die finanzielle Probleme mit sich bringt. Ein Kassenwechsel ist dann auch keine Lösung, schließlich erwarten die Kunden bei Neueintritt im hohen Alter sehr hohe Beiträge. Als Gewinner im Privatsegment konnte bei den Männern die PIT Comfort Plus vom Deutschen Ring punkten. Für Frauen war eine Tarifkombination der Süddeutschen die beste Lösung.