Gesundheitswesen mit immens steigenden Kosten

20. August 2010

Die Kosten im deutschen Gesundheitswesen haben aktuell einen Höchststand erreicht. Angaben des Statistisches Bundesamts in Wiesbaden zufolge sind 2008 für die Gesundheit der Versicherten mehr als 263 Milliarden Euro ausgegeben worden. Das ist ein Plus von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Durchschnitt wurden für die Gesundheit jedes Versicherten 2008 etwa 3.210 Euro aufgewendet.
Sehr schnell sind laut Statistischem Bundesamt die Ausgaben für psychische Erkrankungen und Demenz angestiegen. 2008 haben diese Krankheiten Kosten von über 28 Milliarden Euro verursacht. Sie waren damit auf dem dritten Platz der sogenannten Krankheitskostenrechnung, welche Angaben darüber macht, wie stark die deutsche Volkswirtschaft durch gewisse Krankheiten belastet wird. Seit 2002 wird diese Rechnung alle zwei Jahre durch das Statistische Bundesamt durchgeführt.
Die steigenden Gesundheitsausgaben wirken sich vor allem auf die gesetzliche Krankenversicherung aus. Sie finanzierte mehr als die Hälfte der Krankheits- und Präventionskosten, während die private Krankenversicherung lediglich knapp 9,5 Prozent der Ausgaben trug.

Auch in Zukunft ist es sicher, dass die Kosten für die Gesundheit der Versicherten weiter ansteigen werden. Laut Statistischem Bundesamt sind die Kosten für Prävention, medizinische Heilbehandlungen, Rehabilitation und Pflege zwischen 2002 und 2008 um 16 Prozent auf eine Gesamtsumme von 254,3 Milliarden Euro gestiegen. Die Ausgaben für Schwangerschaften, Geburten und das anschließende Wochenbett sind dagegen von knapp 3,6 Milliarden Euro auf 3 Milliarden Euro gesunken. Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie im nächsten Blogeintrag.