Erstaunlicherweise stößt man immer wieder auf Blogeinträge, in denen sich Autoren die Frage stellen, ob es nun besser ist, sich für die gesetzliche oder die private Krankenversicherung zu entscheiden. Dabei kommt es häufig vor, dass sich die Autoren voll und ganz auf das Thema Leistungsumfang konzentrieren. Es wird also verglichen, wo man den besseren Versicherungsschutz erhält.
Wenn man den Sachverhalt jedoch einmal genau betrachtet, so müsste einem schnell klar werden, dass sich die Frage nach dem besseren Versicherungsschutz überhaupt nicht stellt. Dies liegt schon allein daran, dass die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) keine großen Wahlmöglichkeiten lässt. Letztlich wird der Leistungskatalog durch die Regierung vorgegeben. Angebotene Extras weisen nur geringe Unterschiede auf – und Wahltarife konnten sich nicht behaupten. Man denke nur an die Techniker Krankenkasse, die in der vergangenen Woche einen Rückzieher gemacht und ihren Wahltarif eingestellt hat.
Ganz anders sieht die Situation im Bereich der privaten Krankenversicherung (PKV) aus. Dort gibt es in der Tat Wahlmöglichkeiten – und zwar en Masse. Es fällt auch nicht schwer, einen Versicherungsschutz zu wählen, welcher den Schutz der GKV übertrifft. Verallgemeinert lässt sich sagen, dass die meisten Einsteigertarife eine Absicherung bieten, die ungefähr die Leistungen enthalten, die man auch bei der GKV erhält. Lediglich bei den ganz billigen PKV-Tarifen (die mit weniger als 100 Euro pro Monat ausgewiesen sind) gilt es aufzupassen: Dort könnte man womöglich sogar schlechter abschneiden.
Ansonsten ist der Versicherungsschutz deutlich umfangreicher bemessen und zugleich haben Kassenpatienten, die in die PKV wechseln möchten, die Möglichkeit, einen maßgeschneiderten Schutz zu erhalten.