Der allgemeine Versicherungssatz wird zum Jahresbeginn von 14,9 auf 15,5 Prozent erhöht. Infolge dieses Anstiegs wird auch die Belastung für die Studenten größer. Die Kosten in der Krankenkasse steigen und so müssen auch Jungakademiker ab dem nächsten Monat, also Januar 2011, wesentlich tiefer in die Tasche greifen, um ihre Krankenkasse zu bezahlen. Der Beitragssatz für Studierende wird dabei um bis zu 21 Prozent höher ausfallen. Nach Informationen der Regierung haben gesetzlich versicherte Studenten ab dem 1. Januar nun 55,55 Euro jeden Monat zu entrichten. Ab dem Sommersemester 2011 wird der Beitrag dann nochmals erhöht, vorraussichtlich auf 64,77 Euro .
Dieser zweite Kostenanstieg zum Sommersemester lässt sich auch durch die Bafög-Erhöhung erklären – zumindest für diejenigen Studenten, die Bafög beziehen. Der Krankenkassenbeitrag berechnet sich je nachdem, wie hoch die Förderung für den Studenten angelegt ist. Seit dem Wintersemester 2010 gibt es nun mehr Bafög. Der neue Höchstsatz liegt bei 670 Euro monatlich. Das bedeutet, dass die Studierenden mit Bafög-Förderung im Durchschnitt 13 Euro mehr im Monat zur Verfügung haben, was sich wiederum auf den Kassenbeitrag auswirkt. Vergleicht man nun die neuen Summen mit den Ausgangswerten, erhöht sich der derzeitige Beitrag zur Krankenversicherung um beinahe 21 Prozent.
Bei Studenten, die das 14. Fachsemester oder das 30. Lebensjahr vollendet haben, verändert sich nichts, schließlich gilt für sie bei allen gesetzlichen Krankenkassen ein einheitlicher Beitrag. Dieser richtet sich nach den allgemeinen Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung. Jüngere Studierende haben u.U. noch die Möglichkeit, um eine eigene Krankenversicherung herumzukommen: Sie können sich bei ihren Eltern im Rahmen der Familienversicherung absichern lassen, sofern diese gesetzlich krankenversichert sind.